Autonome Provinz Trient

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DIE REGION FINANZIERT ERSTE MASSNAHMEN MIT RÜCKZAHLUNGEN DER LEIBRENTEN

2.664.434 Euro zur Unterstützung der Beschäftigung

Mit den aus den Rückzahlungen der Leibrenten gewonnenen Mitteln wurde der Fonds zur Unterstützung der Familien und der Beschäftigung errichtet. Die Regionalregierung hat heute mit einem von Regionalassessorin Violetta Plotegher unterzeichneten Beschluss 2.664.434 Euro aus diesem Fonds für die Finanzierung einiger von den Autonomen Provinzen Trient und Bozen eingereichter Projekte zur Unterstützung der Beschäftigung bereitgestellt. Der Vorrang wurde solchen Projekten gegeben, die die Beschäftigungsfähigkeit und die Schaffung neuer Arbeitsplätze begünstigen, wobei die Lage der Bürgerinnen und Bürger besonders berücksichtigt wurde, denen bereits bestehende Maßnahmen kaum oder überhaupt nicht zukommen.

Der regionale Fonds zur Unterstützung der Familien und der Beschäftigung wird zur finanziellen Deckung von Maßnahmen verwendet, die von den beiden Provinzen aufgrund von Kriterien und Modalitäten, die auch unterschiedlich sein können und vom Regionalausschuss aufgrund der auf dem jeweiligen Landesgebiet erhobenen Bedürfnisse festgelegt werden, ergriffen werden. Von dem heute beschlossenen Ansatz gehen 1.698.184 Euro für die Finanzierung von 2 Projekten an die Autonome Provinz Trient und 966.250 Euro zur Unterstützung von 14 Projekten an die Autonome Provinz Bozen. Diese ersten Finanzierungen betreffen – wie vom Garantenkomitee vorgeschlagen – die Projekte für die Beschäftigung, die direkt von den Provinzen Trient und Bozen verwaltet werden. Der gleiche Grundsatz wird für die demnächst zu finanzierenden Projekte zur Unterstützung der Familien angewandt: Es werden lediglich jene ausgewählt, die direkt von den öffentlichen Körperschaften realisiert werden oder von den Landesregierungen offiziell genehmigt wurden.


Von der Autonomen Provinz Trient eingereichte Projekte:

- Das erste Projekt heißt NO-NEET und betrifft 250 sog. NEET-Jugendliche (NEET = Not in Education, Employment or Training, d. h. Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 29 Jahren, die keine Schule besuchen, keiner Arbeit nachgehen und sich nicht in beruflicher Ausbildung befinden), deren Familien unter der Armutsgrenze leben, sowie 50 junge Menschen mit Behinderung. Das Projekt wird bereits vom Landtag der Autonomen Provinz Trient mitfinanziert und zielt darauf ab, die betroffenen Jugendlichen anhand spezifischer Instrumente (Aufbau unterstützender Beziehungen, Motivations-Coaching) und praktischer Erfahrungsmöglichkeiten (Werkstätten und Praktika, zuerst in ehrenamtlichen und Non-Profit-Organisationen) in einen formellen Ausbildungs- oder Bildungsweg und dann in die Arbeitswelt zu integrieren. Die finanzielle Beteiligung seitens des regionalen Fonds beläuft sich auf 700.000 Euro.
- Das zweite Projekt heißt WIEDERBESCHÄFTIGUNG GEWÄHRLEISTEN und betrifft insgesamt 371 Langzeitarbeitslose, die keine Mobilitätszulage mehr beziehen und über 50 Jahre alt sind, denen ein Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt ohne die Aufnahme in das sog. „Progettone“ ermöglicht werden soll. Für die Umsetzung dieser Maßnahme wurde eine Mitfinanzierung seitens des Staatlichen Fonds für die aktiven beschäftigungspolitischen Maßnahmen beantragt, der vom Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik verwaltet wird. Der regionale Fonds ist mit 998.184 Euro an der Projektumsetzung beteiligt.


Die Autonome Provinz Bozen hat 14 Projekte eingereicht,die vor allem die Arbeitsplatzbegleitung oder die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt auch von Personen mit Behinderung sowie durch Umschulung betreffen. Zu diesen gehören:

- ein Projekt zum zeitweiligen Einsatz von arbeitslosen Personen in der Landesverwaltung, den Gemeinden und Bezirksgemeinschaften, das sich an Arbeitslose über 50 und Langzeitarbeitslose richtet;

- ein Projekt zugunsten von am Arbeitsmarkt benachteiligten Personen zur Schaffung von Arbeitsplätzen für junge Menschen mit Behinderung bei Sozialgenossenschaften und ein Projekt über die Arbeitsplatzbegleitung für Personen mit Zivilinvalidität;

- das Projekt „Laboratori: l’intelligenza al lavoro“ zur Vorbeugung und Bekämpfung des Schulabbruchs und zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit von Jugendlichen mit mehrfachem schulischem Misserfolg.