Autonome Provinz Trient

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ROSSI: „UNSERE AUTONOMIE IST LEBENDIG UND KONSTRUKTIV"

Der Präsident der Region hat den Haushalt für das Jahr 2016 erläutert

„Unsere Autonomie hat sich als lebendig und konstruktiv erwiesen, was den unsere regionale Gesellschaft prägenden Innovationsgeist sowie deren Wandelfähigkeit bezeugt.“ So lautet eine der wichtigsten Passagen des Berichtes zu dem in drei Gesetzentwürfe gegliederten Haushalt 2016, den Präsident Rossi heute Nachmittag dem Regionalrat unterbreitet hat. Insgesamt stehen für das nächste Jahr 294.803.947 Euro zur Verfügung. „Trient und Bozen – so Rossi – nehmen „epochale“ Herausforderungen in Angriff und zusammen mit Landeshauptmann Kompatscher setzen wir uns seit Beginn dieser Legislaturperiode dafür ein, in Rom sowie in Brüssel mit einer gemeinsamen Zukunftsvision und Strategie aufzutreten. Nicht immer stimmen unsere Meinungen überein, - fügte Rossi hinzu - aber wir versuchen stets, im Interesse unserer Bevölkerung ein Einverständnis zu finden.“

In Bezug auf das Konzept der von den beiden Provinzen eingeleiteten Reform des Sonderstatuts betonte der Präsident der Region insbesondere, dass dieses weiterhin auf einem einzigen gemeinsamen Autonomiestatut aufbauen wird. „Im Rahmen dieses Prozesses – erklärte Präsident Rossi – müssen wir zusammen mit der ganzen Gemeinschaft über die Bedeutung unserer Autonomie nachdenken, vor allem jedoch über die Zukunft der Selbstverwaltung nicht nur auf innerstaatlicher, sondern wohl hauptsächlich auf europäischer Ebene.  Wir müssen auch die zukünftige Rolle der Region definieren, deren institutionelle und organisatorische Aspekte anzupassen sind, um einen institutionellen Raum, in dem die beiden Provinzen an gemeinsamen Projekten arbeiten, gewährleisten zu können. Die Region – fuhr Rossi fort, – ist nicht mehr als ein Symbol der Trennung zwischen den beiden Autonomen Provinzen, sondern als eine große Chance zu sehen.

Rossi wies auf die Ergebnisse hin, die in den letzten Monaten dank der Zusammenarbeit zwischen den beiden Provinzen erzielt wurden, allen voran die vom Senat erlassene Verfassungsreform. „Die Regierung, das Parlament und auch die Präsidentschaft der Republik – erklärte Rossi – haben die Besonderheit der im Verhandlungswege sowie im Rahmen eines allgemeinen in Italien laufenden Reformprozesses durchzuführenden Überarbeitung unseres Statuts anerkannt. Es ist uns also gelungen, unsere Besonderheit rechtlich und politisch zu schützen.“

„Ein weiteres Ergebnis fast historischer Tragweite werden wir demnächst auch dank der guten Zusammenarbeit zwischen Trient und Bozen in Bezug auf die Erneuerung der Konzession der Brennerautobahn AG erzielen. Nach vielen Jahren der Unsicherheit – erklärte der Präsident der Region – haben wir ein Einvernehmen mit Minister Graziano Delrio erreicht, das auch auf europäischer Ebene überprüft wurde und die Verwaltung der A22 seitens einer zur Gänze in öffentlicher Hand liegenden „In-House-Gesellschaft“ vorsieht. Wir stehen nun kurz vor dem lange nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht ersehnten Ziel, aufgrund dessen wir konkret auf die gesamte Mobilitätsstrategie in Zusammenhang mit dem Brennerkorridor einwirken können.“

Rossi erinnerte sodann an die erheblichen Fortschritte im Rahmen der Projekts Europaregion. „Unsere Geschichte ist zwar komplex und niemand möchte sie neuschreiben oder verleugnen, aber sie hat unsere Gebiete untrennbar verknüpft. Die Europaregion baut auf diesen gemeinsamen Wurzeln und schaut dabei gleichzeitig in die Zukunft. Insbesondere – fügte Rossi hinzu – wollen wir uns für die Zukunft der Jugendlichen einsetzen,  wobei es um die wohl schwierigste aber auch wichtigste Herausforderung geht. Wir möchten durch ein stark innovatives „europäisches“ Modell die bereits zwischen den Grund- und Oberschulen auf allen Ebenen bestehenden Austausche im Zeichen der Dreisprachigkeit fördern sowie konkrete Schritte in Bezug auf die bereits zwischen unseren drei Universitäten unterzeichnete Vereinbarung setzen.“ (fm)